Möglichkeiten der Früherkennung von Blasenkrebs

Möglichkeiten der Früherkennung von Blasenkrebs

Blasenkrebs ist mit 2-3% aller Krebserkrankung glücklicherweise eine eher seltene Krebserkrankung. Er steht jedoch bei den durch Nikotin verursachten Krebserkrankungen nach dem Lungenkrebs an Platz 2. In Deutschland sterben ca. 7000 Menschen an den Folgen dieser Krebserkrankung pro Jahr.  

Ursachen

Neben Rauchen und Kontakt mit chemischen Stoffen, z.B. bedingt durch berufliche Exposition im Friseurhandwerk oder in der chemischen Industrie, gilt auch das Lebensalter als Risikofaktor für diese Krebsart. Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Vorsorgeuntersuchung wie bei der Darm-, Haut- oder Gebärmutterhalskrebsvorsorge, jedoch sollte man achtsam auf Beschwerden sein, insbesondere, wenn Risikofaktoren vorliegen. Frühe Symptome einer Blasentumorerkrankung können ein Druckgefühl im Bereich der Harnblase, Symptome einer Blasenentzündung oder Blut im Urin, häufig für das menschliche Auge nicht sichtbar und nur über eine Urinuntersuchung feststellbar sein. Hinter einer solchen Symptomatik steht meistens der viel häufigere Harnwegsinfekt, bei rezidivierenden oder persistierenden Beschwerden ist die Durchführung eines Blasentests im Rahmen einer Krebsvorsorgeuntersuchung mittels einer einfachen Urinuntersuchung in der Praxis empfehlenswert. Er wird aber auch als Screening-Untersuchung angeboten, wenn man zu einer der genannten Risikogruppen gehört.

Dabei wird ein Protein (Eiweiß) im Urin als Indikator für einen Blasentumor bestimmt. Sollte der Test positiv sein, ist zur weiteren Abklärung eine Blasenspiegelung bei einem Urologen erforderlich. Hierbei wird in Lokalanästhesie ein Endoskop über die Harnröhre in die Blase eingeführt und das Innere der Blase begutachtet. Auch bei unauffälligem Test sollte bei wiederkehrenden Beschwerden eine urologische Abklärung erfolgen. Die Ursache kann eine Veränderung der Blase, der Nieren, des Harnleiters sowie der Harnröhre sein.

Wir empfehlen den Test bei allen Frauen ab dem 50. Lebensjahr, Raucherinnen und Frauen mit einer beruflichen Exposition mit chemischen Substanzen.

Fragen Sie uns oder Ihre Gynäkologin in München zu diesem und anderen Themen. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zu einem Gespräch zur Verfügung.

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