Die Hormonspirale als Verhütungsmethode

Die Hormonspirale als Verhütungsmethode

Intrauterine Verhütungssysteme gibt es seit Jahrzenten auf dem Markt. Neben den Kupferspiralen und Spiralen mit Gold wurden vor vielen Jahren die sogenannte Hormonspirale entwickelt, die aus einem Hormondepot lokal in der Gebärmutterhöhle das Gelbkörperhormon freisetzen. Nun sind neue Hormonspiralen auf dem Markt, die eine neuartige Betrachtung bei der Auswahl des intrauterinen Verhütungssystems fordern. 

Mirena – die bewährte Hormonspirale

Die Mirena ist ein intrauterines Verhütungssystem mit einem Hormondepot, aus dem über eine Liegedauer von 5 Jahren kontinuierlich das Gelbkörperhormon Levonorgestrel freigesetzt wird. Das Hormon hemmt die zyklusabhängige Schleimhautproduktion in der Gebärmutterhöhle, so dass ein Einnistungsbett für ein befruchtetes Ei fehlt und eine Einnistung damit unmöglich gemacht wird. Zusätzlich bewirkt das Hormon, dass der Schleim im Gebärmutterhals zur Zyklusmitte nicht dünnflüssiger wird, so dass die Spermien erschwert zur Eizelle gelangen.

Jaydess – die Hormonspirale für die junge Frau

Mit der Spirale Jaydess gibt es eine Alternative zur herkömmlichen Hormonspirale Mirena. Sie wurde speziell für die jüngere Frau, die noch keine Kinder geboren hat, oder die Frau, die eine Spirale mit einer kürzeren Liegedauer und geringeren Hormonwirkung wünscht, entwickelt. Die schmalere Einlegehülse ermöglicht eine noch einfachere Einlage. Aufgrund des kleineren Gelbkörperhormondepots ist die Liegedauer auf 3 Jahre beschränkt.

Kyleena – die neue Hormonspirale für 5 Jahre

Mit Kyleena steht seit April 2017 eine neue Hormonspirale für eine Anwendungsdauer von fünf Jahren zur Verfügung. Die Dosis des täglich wirksamen Hormons liegt in etwa zwischen der Jaydess und der Mirena und vereint den Vorteil der geringeren Hormonmenge mit der Wirkungsdauer von 5 Jahren.

Bei Interesse für ein ausführliches Beratungs- und ggf. Aufklärungsgespräch wenden Sie sich bitte an unsere Praxis zur Vereinbarung eines Termins. Vor der Einlage sollte eine aktuelle Krebsvorsorge inklusive eines Infektionsausschlusses erfolgen.

Fragen Sie uns oder Ihren Frauenarzt in München zu diesem und anderen Themen. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zu einem Gespräch zur Verfügung.

Weiterführende Links zum Thema:

Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BGZA) – Hormonspirale

Haben Sie Fragen zu diesem Thema?