Schwangerenvorsorge: CTG

Empfehlungen in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft bedeutet eine neue Lebensphase, die auch Veränderungen der bisherigen Lebensführung mit sich bringt. Von Alkohol-, Nikotin- und Drogenkonsum wird abgeraten.

Ernährung in der Schwangerschaft
Eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung ist ein wichtiger Faktor für die gesunde Entwicklung einer Schwangerschaft. Es sollte eine vielseitige, vitamin- und ballaststoffreiche Mischkost gewählt werden, die idealerweise frisch zubereitet werden sollte. Bestimmte Ernährungsempfehlungen sind wichtig, da mit den Nahrungsmitteln auch Infektionserreger aufgenommen werden können, die das Kind schädigen können. Zur Vermeidung einer Infektion mit Toxoplasmose sollte Fleisch nur gut durchgegart gegessen werden und Gemüse und Salat vor dem Verzehr gut gewaschen werden. Zur Vermeidung einer Infektion mit Listerien sollte auf Rohmilchprodukte, rohen Fisch und Meerestiere verzichtet werden. Rohe Eier und zu gering erhitztes Geflügelfleisch können eine Infektion mit Salmonellen zur Folge haben. Während einer Schwangerschaft ist der Bedarf des Spurenelementes Jod erhöht und sollte im Rahmen einer Nahrungsergänzung zugeführt werden. Wir empfehlen dies in Kombination mit einem Folsäurepräparat bereits ab beginnendem Kinderwunsch, da ein Folsäuremangel zu Fehlbildungen führen kann.

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Sport in der Schwangerschaft
Bei unkomplizierter Schwangerschaft darf Sport weiter ausgeführt werden.

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Urlaubsreisen in der Schwangerschaft
Reisen sind in der Schwangerschaft generell möglich, Fernreisen sollten nur nach sorgfältiger Abwägung geplant werden, Reisen in Länder mit erhöhter Gefahr für Tropenkrankheiten werden nicht empfohlen. Flugreisen sind während einer unkomplizierten Schwangerschaft in Abstimmung mit der Fluggesellschaft bis zur 36. Schwangerschaftswoche möglich, danach werden Schwangere in der Regel nicht mehr befördert.

Schwangerenvorsorge: Untersuchungen in der Schwangerschaft

Bei der Ultraschalluntersuchung kann mithilfe des Farbdopplers eine ungefährliche, zusätzliche Untersuchung durchgeführt werden, um die Durchblutung der Gefäße und somit die Versorgung des Kindes optimal beurteilen zu können.
Durch die Möglichkeit der Verwendung eines 3D und 4D Ultraschalls kann das Kind schon vor der Geburt sehr schön dargestellt werden. Diese Untersuchung bringt auf medizinischer Ebene keine weiteren Erkenntnisse als der herkömmliche 2D Ultraschall, aber sowohl für die Eltern als auch für uns als behandelnde Frauenärztinnen ist die gelungene Darstellung des Kindes ein besonders schönes Erlebnis.
Unter Pränataldiagnostik versteht man Untersuchungen des ungeborenen Kindes in der Schwangerschaft. Es gibt Ultraschall-, Blut- und Fruchtwasseruntersuchungen, die Fehlbildungen und genetische Erkrankungen feststellen können. Diese verschiedenen Möglichkeiten werden ausführlich in der Praxis mit Ihnen besprochen. Es ist eine höchst individuelle Entscheidung des Paares, eine weiterführende Untersuchung wahrzunehmen. Auch die Konsequenz eines auffälligen Befundes sollte vor der Untersuchung überlegt werden.

In der 11. SSW bis zur 14. SSW (Ersttrimester) kann durch die Messung der Dicke der Haut im Nacken des Kindes (NT-Messung), und einer zusätzlichen Blutuntersuchung eine statistische Wahrscheinlichkeit von ca. 9o bis 95% für die häufigsten genetischen Erkrankungen (Trisomie 21, 13 und 18) angezeigt werden (Ersttrimesterscreening). Bei einem auffälligen Ergebnis gibt es die Möglichkeit, anhand einer invasiven Untersuchung, einer Fruchtwasseruntersuchung (Amnioszentese) oder einer Plazentapunktion (Chorionzottenbiospie), eine 100% ige Aussage zu treffen. Durch einen seit 2012 zugelassenen Bluttest können diese Untersuchungen ergänzt werden. Dieser Test (NIPT: nichtinvasiver Pänataltest) untersucht kindliche Zellen im Blut der Mutter auf die häufigsten genetischen Krankheitsbilder und hat eine Sicherheit von 99%.

In der 11. SSW bis zur 14. SSW (Ersttrimester) kann durch die Messung der Dicke der Haut im Nacken des Kindes (NT-Messung) und einer zusätzlichen Blutuntersuchung eine statistische Wahrscheinlichkeit von ca. 90 bis 95% für die häufigsten genetischen Erkrankungen (Trisomie 21, 13 und 18) berechnet werden.
Mit der Chorionzottenbiopsie wird Plazentagewebe untersucht, um eine 100 % Aussage für das Vorliegen einer genetischen Veränderung zu treffen. Diese Untersuchung wird ab der 12 . Schwangerschaftswoche in einem spezialisierten Pränatalzentrum durchgeführt.
Mit der Amniozentese oder Fruchtwasseruntersuchung wird Fruchtwasser untersucht, das vorher durch eine Punktion gewonnen wurde, um eine 100% Aussage für das Vorliegen einer genetischen Veränderung zu treffen. Diese Untersuchung wird ab der 15 . Schwangerschaftswoche in einem spezialisierten Pränatalzentrum durchgeführt.
Durch einen seit 2012 zugelassenen Bluttest können im Blut der Mutter kindliche Zellen nachgewiesen werden. Diese werden auf das Vorliegen der häufigsten genetischen Erkrankungen untersucht. Es kann eine Aussagekraft von 99% getroffen werden. Dieser Test ist eine Alternative zur Chorionzottenbiopsie und Fruchtwasseruntersuchung, da er kein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt aufweist.
Ungefähr 5% aller schwangeren Frauen entwickeln in der Schwangerschaft eine Zuckerkrankheit, den sogenannten Gestationsdiabetes. Dies kann völlig ohne Symptome einhergehen. Bei einem erhöhten Zucker besteht jedoch ein erhöhtes Risiko für Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen bei Mutter und Kind. Zur Abklärung eines Gestationsdiabetes wird ein OGTT (orale Glukosetoleranztest) durchgeführt. Bei der Schwangeren wird im nüchternen Zustand Blut abgenommen und nach Trinken einer 75 g Zuckerlösung erneut nach 1 und nach 2 Stunden. Anhand dieser 3 Blutzuckerwerte wird die Diagnose gestellt. Im Falle eines auffälligen Ergebnisses reicht oft schon eine Nahrungsumstellung, eventuell wird eine Insulintherapie begonnen. Wir arbeiten im Falle eines positiven Ergebnisses mit einem diabetologischen Zentrum zusammen.
Ab der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche wird im Rahmen der Schwangerenvorsorge ein CTG geschrieben. Das CTG zeigt die kindlichen Herztöne und Wehen an. Anhand des Verlaufs der kindlichen Herztöne kann die Versorgung des Kindes im Zusammenhang mit dem Ultraschallbefund eingeschätzt werden, die Ableitung des Muskeltonus der Gebärmutter dient dem Ausschluss schmerzloser vorzeitiger Wehen während der Schwangerschaft, die zu einer Frühgeburt führen können. Im Rahmen der Geburt dient die Ableitung des CTG der Beurteilung des kindlichen Zustandes unter der Geburt, sowie der Häufigkeit und Intensität der Geburtswehen. Zur Durchführung der CTG-Untersuchung werden idealerweise in Seitenlage oder in halbsitzender Position zwei flache Elektroden mit Ultraschallgel benetzt und auf den Bauch aufgelegt. Die Aufzeichnung erfolgt über eine Dauer von 30 Minuten.

Wieso wird ein CTG durchgeführt – Informationen von Familie.de

Geburt, Wochenbett und Stillzeit

Während der Schwangerschaft geht es nicht nur um die gesunde Entwicklung des Kindes, sondern auch um die Frage, wie und in welcher Klinik das Kind auf die Welt kommen wird. Vielleicht besteht auch Informationsbedarf zu der Frage, wie eine Geburt abläuft, was nach der Geburt passiert und auf was beim Stillen zu achten ist. Braucht man einen Geburtsvorbereitungskurs? Wer kann Ansprechpartner nach der Geburt sein, wenn man wieder zu Hause ist und vielleicht Fragen hat und Hilfe braucht?
Wir beraten Sie gerne.