Gebärmuttermyom – Neuer Ansatz in der Therapie

Gebärmuttermyom - Neuer Ansatz in der Therapie

Bei ungefähr jeder zweiten Frau über 30 Jahren wird ein Gebärmuttermyom festgestellt. Myome sind gutartige Tumore in der Muskulatur der Gebärmutter (Myometrium). Sie verursachen oft keinerlei Beschwerden, können aber Ursache von Blutungsstörungen wie eine starke oder schmerzhafte Periode sein. Ein medikamentöser Behandlungserfolg steht mit Ulipristalacetat (UPA) zur Verfügung.

Frauen haben Myome in unterschiedlicher Größe und Lage und mit unterschiedlichen Beschwerden. Per Ultraschall sind sie sehr gut darstellbar. Sie sind oft Zufallsbefunde. Typische Symptome sind Blutungsstörungen, starke oder schmerzhafte Blutungen, Unterbauchschmerzen, ein unangenehmes Druckgefühl auf Blase oder Darm. Warum Myome entstehen, ist nicht genau geklärt. Eine genetische Komponente ist erkennbar, oft haben die Mutter oder die Großmutter auch Myome gehabt. Da sie nicht immer Beschwerden machen, müssen sie auch nicht immer behandelt werden. Bis noch vor ca. 20 Jahren wurde Frauen mit Myomen meistens die Gebärmutter über einen Bauchschnitt entfernt, eine zwar effektive, aber einschneidende und belastende Therapieoption. Die Gebärmutterentfernung ist von anderen, organerhaltenden Therapiemöglichkeiten abgelöst worden. Diese werden hier vorgestellt.

Hormonelle Therapie

Durch die Gabe von Hormonen, ob Gestagenen, der Pille oder auch der Einlage der Hormonspirale wird eine Ausdehnung der Myome erhofft, dies ist aber nicht sicher. Im Vordergrund steht hier die Kontrolle der Blutungsstörungen.

Laparoskopische oder hysteroskopische Myomentfernung, minimal invasiv

Mithilfe einer operativen Bauch – oder Gebärmutterspiegelung werden Myome entfernt.

Uterusarterienembolisation (UAE) oder Myomembolisation

Bei dieser Methode werden die Gefäße, die zu den Myomen führen, künstlich durch einen Katheter, der in die Gefäße eingeführt wird, verschlossen. Infolge der verringerten Durchblutung kommt es zu einer Verkleinerung des Myoms.

Magnetresonanztomografiegesteuerter fokussierter Ultraschall (MRgFUS)

Durch Bündelung von Ultraschallwellen von außen wird das Myom gezielt erhitzt und dadurch aufgelöst. Unter Zuhilfenahme des MRT kann die Temperatur im Gewebe gemessen und kontrolliert werden.

Ulipristalacetat (UPA)

Dieses gut verträgliche Medikament gibt es seit 2012. Es greift als einziges Medikament die Myome direkt an. Es reduziert oder stoppt die Blutungsstörungen und bewirkt eine Verkleinerung der Myome. Es kann vor einer Operation eingesetzt werden, um die Myome zu verkleinern und besser operieren zu können oder auch seit Mai 2015 als alleinige medikamentöse Langzeittherapie.

 

Fragen Sie uns oder Ihren Frauenarzt in München zu diesem und anderen Themen. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zu einem Gespräch zur Verfügung.

Weiterführende Links zum Thema:

Konservative, operative und interventionelle Therapieoptionen uteriner Myome

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